Ein großer Jubel erfasste Zuschauer und Spieler, als es tatsächlich erreicht war. Magdeburg hat die Meisterschaft im Dreiband-Billard für sich entschieden. Bis zum letzten Spieltag war es ein hartes Rennen um den Meistertitel. Magdeburg hatte es selbst in der Hand, mit zwei Siegen am letzten Punktspielwochenende in Magdeburg die Führungsposition zu behaupten, und dies gelang. Am Samstag gelang gegen den BCC Witten ein 6:2 und am Sonntag wurde es gegen den BC GT Buer aus Gelsenkirchen gar ein 8:0 Sieg. Der große Jubel brach allerdings schon in der Halbzeit gegen Buer aus, als nach zwei Partiegewinnen für Magdeburg schon ein Unentschieden sicher war und die Nachricht durchsickerte, dass der Verfolger Bottrop in Elversberg mit 0:4 zurück lag. Jetzt war der Sieg der Meisterschaft schon sicher. Letztlich hat Magdeburg das Spiel souverän mit 8:0 beendet, während Bottrop mit 2:6 gegen Elversberg das Nachsehen hatte.
Es ist eine große Überraschung für die Elbestädter, nach dem Aufstieg aus der zweiten Liga gleich durchmarschiert zu sein. „Ein Team welches sich mit seinem Sportgeist sehen lassen kann. Wenn ein Spieler schwächelte, sprang ein anderer ein. Damit findet eine sehenswerte Saison ihren Abschluss“ so Teamchef Dr. Frank Eder.
Die Magdeburger haben sich mit dem Meistertitel für den Europapokal 2027 qualifiziert, der voraussichtlich im Juni des kommenden Jahres in Porto ausgetragen wird.
Die Siegerehrung nahmen der Präsident der Deutschen Billard Union Herr Enrico Wahle und Ines Kramer vom Landessportbund Sachsen-Anhalt vor. Der Sieg der Deutschen Meisterschaft wird den Beteiligten in besonderer Erinnerung bleiben. In der nächsten Saison ist das Team ohne Umbesetzung als Titelverteidiger geplant: Ömer Karakurt, Dion Nelin, Radek Novak, Markus Schönhoff, Falko Willenberger und Hakan Celik. Jetzt gehen die Spieler in die Sommerpause, mit dem Freundschaftsspiel Ende August gegen Kladno bei Prag beginnt dann die Vorbereitung auf die neue Saison.
Die Ergebnisse im Einzelnen:
- BC Magdeburg – BCC Witten 6:2
Es lastete schon ein enormer Druck auf den Spielern, wurden doch Siege erwartet. Falko Willenberger geriet gegen Berkutay Göncüoglu schnell in Hintertreffen, nach 30 Aufnahmen stand es 13:26 gegen ihn. Auch ein Aufbäumen am Schluss der Partie nützte nichts, die Partie ging mit 36:40 in 58 verloren. Nun durfte kein weiterer Spieler mehr verlieren. Markus Schönhoff glänzte mit einer Serie von 16 und konnte sich damit sicher vom Gegner Abdulkadir Kavak trennen. Dem Sieg mit 40:23 in 18 stand nichts mehr im Wege. In der zweiten Runde ließen die Magdeburger Spitzenspieler keinen Zweifel am Siegeswillen aufkommen. Dion Nelin spielte überragend und ließ Hakan Gülter mit 50:13 in 22 keine Chance. Ömer Karakurt hatte mit Murat Gökmen zwar mehr Gegenwehr, aber er setzte sich mit 50:33 in 35 ebenfalls sicher durch. So war nun doch der Siegesplan aufgegangen und es konnte das nächste Spiel kommen. Der Verfolger Bottrop konnte in Frankfurt/M. ebenfalls mit 6:2 punkten, so dass der Druck auf die Mannschaft bestehen blieb.
1.BC Magdeburg – BC GT Buer 8:0
Falko Willenberger begann die Partie gegen Holger Kroke mit viel mehr Selbstvertrauen. Nach 26 Aufnahmen und einer Serie von 6 war die Führung schon auf 36:17 ausgebaut. Der Sieg mit 40:23 in 34 war trotz der folgenden Verteidigungsbemühungen seines Gegners ungefährdet. Markus Schönhoff fand in Kersten Reinartz einen ebenbürtigen Gegner, die Partie wogte mit der Zeit hin und her. Beim Stand von 36:34 in 28 für Reinartz lagen schon bei den Zuschauern die Nerven blank. Nicht aber bei Schönhoff, der mit 3 Serien von 2 die Partie beendete und Reinartz stehen ließ. Im folgenden Nachstoß gelangen seinem Gegner nur 2 Punkte, so dass die zweite Partie an die Magdeburger ging. Die Spitzenpartien waren jetzt nur noch Zugaben, Magdeburg hatte den Meistertitel schon sicher. Dion Nelin war anfangs mit Ramazan Durdu immer gleich auf, er konnte sich aber nach der 20. Aufnahme absetzen. Mit 50:35 ging die Partie in 28 an den Magdeburger Spieler. Ömer Karakurt hatte seinen Gegner Simon Henk Blondeel fest im Griff. Mehrer mittlere Serien brachten eine 34:10 Führung in 13. Der Gegner kam noch etwas heran, aber der Sieg mit 50:37 in 30 war nie gefährdet.
Ein wunderbarer Abschluss der Saison war dieser eindeutige Sieg gegen den Tabellensiebten. Der Freudentaumel und die anschließende Siegesfeier waren der verdiente Lohn.
Anbei die Abschlusstabelle.
Dr. Eder
Mannschaftsleiter Bundesliga
- BC Magdeburg
















































